Tinaland 
   Forderungen


8 Forderungen
 
Das eigene Geschlecht ist ein Menschenrecht

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren"
(Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)
 
 

A) Forderungen von IDAHO


Bitte unterstützt den Aufruf „Transphobie zurückweisen, Geschlechtsidentität respektieren". Weitere Informationen dazu, findet ihr auf der ATME-Website. Hier findet ihr die Listen der bisherigen Unterzeichner und Unterzeichnerorganisationen und hier das Formular zum unterzeichnen. Unterzeichnet haben bisher u.a. der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit, Judith Butler, Jacques Delors (der ehemalige Präsident der EG-Kommission), sowie Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.
Schließt euch Iinen an!




B) Stop Trans Pathologization-2012


Text von der Internetseite der Kampagne:

[Die] Kampagne Stop Trans Pathologization-2012, [ist] eine Kampagne für die Entpathologisierung der Trans*-Identitäten (Transsexuelle und Transgender) und deren Streichung aus den Krankheitskatalogen (DSM der American Psychiatric Assocation und ICD der Weltgesundheitsorganisation). Die überarbeiteten Versionen der Kataloge werden 2012 (im Falle des DSM) bzw. 2014 (ICD) herauskommen.

Dieser Blog soll die Aktionen dieser Kampagne sichtbar machen, und die Beteiligungen am Aufruf zentralisieren. Die Hauptaktion der Kampagne STP-2012 sind die zeitgleichen Kundgebungen in verschiedenen Städten der Welt, zu denen seit 2007 jeweils im Oktober aufgerufen wurde.

Wenn ihr an der Kampagne teilnehmen und euch in eurer Stadt mobilisieren wollt, oder wegen Zweifeln, Fragen, Unterstützung, Beteiligung oder Ermutigung aller Art mit uns Kontakt aufnehmen möchtet… schreibt uns an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Der Kampf geht weiter!


(Sollte obige Seite nicht funktionieren, so hat die Kampagne eine neue Website: http://www.stp2012.info/de)



C) Die Forderungen von ATME e.V.

Zur Würde eines Menschen gehört auch das eigene Geschlecht. Respekt vor dem, was ein Mensch ist, schließt auch den Respekt vor seinem eigentlichen Geschlecht mit ein. In Deutschland bis heute nicht. Es existieren mit dem Transsexuellengesetz und den so genannten „Standards of Care" Verfahren, in welchen Menschen sich zu identitätsgestörten Menschen erklären müssen, wenn sie ein anderes Geschlecht besitzen, als ihre Genitalien. Da diese Verfahren die Geschlechtsidentität transsexueller Menschen nicht umfassend respektieren, verstoßen sie in der Folge gegen internationales Menschenrecht.

Daher fordern wir:

1. TSG-Gutachterverfahren weg

Anhand unwissenschaftlicher, subjektiver Kriterien über die rechtliche Existenz eines Menschen zu entscheiden ist ein Widerspruch zum Selbstbestimmungsrecht. Daher plädieren wir für eine Abschaffung des TSG-Gutachterverfahrens und sind für ein Antragsverfahren, bei dem jeder Mensch zum Zeitpunkt seiner Wahl selbstbestimmt über seinen Geschlechtseintrag entscheiden kann.

2. Anerkennung des Geschlechts ab Outing


Wir fordern eine Respektierung der Würde des Menschen – und damit die Respektierung der geschlechtlichen Identität eines jeden Menschen während und nach den medizinischen und rechtlichen Verfahren. Wir setzen uns für ein echte und vollständige Anerkennung der geschlechtlichen Identität als Teil der Menschenwürde von Anfang an ein.

3. Wissenschaft statt Ideologien

Gerade in Deutschland sollten Ideologien nicht schwerer wiegen, als die Menschenwürde. Kein körperliches Merkmal ist zu 100 % geschlechtsbestimmend, sondern kann nur Hinweis sein, auf das eigentliches Geschlecht eines Menschen. Wir fordern eine Anerkennung dieser wissenschaftlichen Tatsachen: Transsexuelle als Geistesgestörte (F64.0 und GIS) ab zu stempeln und damit viel Geld zu verdienen ist unwissenschaftlich und verstößt gegen die Menschenwürde.

4. Recht auf notwendige Medizin


Transsexuelle Menschen müssen ein Recht auf sämtliche medizinische Leistungen haben, die nötig sind, ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Zu einem Recht auf Würde gehört auch, dass von den Krankenkassen und –Versicherungen bessere Operationsmethoden bezahlt werden, auch außerhalb Deutschlands. Es ist Zeit für ein Ende des Klüngels zwischen Kassen und Politik und Krankenhäusern und DGfS, die transsexuellen Menschen immer noch vorspielen, die Methoden in Deutschland wären gut.

5. Schutz vor Diskriminierung

Reform des Antidiskriminierungsgesetztes, das die geschlechtliche Identität eines jeden Menschen schützen sollte. Transsexuelle Menschen benötigen einen Kündigungsschutz (AGG ausbauen, Kündigungsschutzgesetze, etc.) und besondere Förderungen durch Arbeitsämter. Transsexuelle Menschen auf Grund ihrer Transsexualität als „nicht vermittelbar" ein zu stufen, ist eine Verletzung von Menschenrechten und Aberkennung der Würde und Intelligenz transsexueller Menschen.

6. Mehr Mitsprache bei Medien

1. Transphobe Berichte sind Menschenrechtsverletzungen. Sie sind beleidigend und müssen geahndet werden können.
2. In Rundfunk- und Medienräten sollten auch transsexuelle Menschen beteiligt sein, um ihre Interessen zu schützen.

7. Bessere Vernetzung der Initiativen und finanzielle Unterstützung von Selbsthilfegruppen

Die Zusammenarbeit aller Initiativen transsexueller Menschen sollten mehr unterstützt und gefördert werden, sowohl durch finanzielle Unterstützung als auch durch Infrastrukturangebote, um so besser für eine breitere Akzeptanz transsexueller Menschen arbeiten und Aufklärung über Transsexualität betreiben zu können. Zur Zeit können Initiativen von anderen Interessengruppen (Politik, DGfS, etc.) gegeneinander ausgespielt werden. So wurde vom Innenministerium behauptet, die Transsexuellen wären sich in ihren Forderungen untereinander uneins, obwohl es in den Kernforderungen viele Gemeinsamkeiten gibt.

8. Transsexuelle Menschen vertreten sich selbst und lassen sich nicht durch Dritte vertreten


Transsexuelle Menschen können für sich selbst und ihre Rechte eintreten. Es ist gegen die Würde des Menschen und eine Missachtung der Menschenrechte transsexueller Menschen wenn Dritte über die Rechte transsexueller Menschen entscheiden dürfen. Wir wollen keinen LSVD und keine so genannten „Experten" und keine DGfS, die sich über uns stellen und entscheiden, was für uns gut sein soll. Das wissen wir selbst am besten!

Aktion Transsexualität und Menschenrecht e. V. (zu unserer Website gehts hier)





   

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